Schulausflug
Am 11. Mai 2026 verließ die Obermayr Europa-Schule Campus Erbenheim den Klassenraum und verlagerte den Französischunterricht nach Frankreich. Das Ziel war Metz. 45 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 stiegen in einen extern organisierten Bus und tauschten Vokabelhefte gegen Stadtkarten. Es war eine Tagesfahrt – kein Hotel, kein Rückzug, nur Stadt, Sprache, Alltag.
Ankunft, Regen, Aufbruch
Auch wenn Metz die Gruppe nicht mit Postkartenwetter empfing, setzte sich die Gruppe schnell in Bewegung., und es zeigte sich: Wer Französisch lernt, braucht kein perfektes Wetter, sondern nur Gelegenheit – oder einfach eine Stadtrallye. Gespickt mit Aufgaben zogen die Schülerinnen und Schüler quer durch die Innenstadt. Gebäude mussten gefunden, Hinweise entschlüsselt und Aufgaben gelöst werden – oft auf Französisch, manchmal mit Händen, manchmal mit Mut.
Ein Stopp führte zur beeindruckenden Kathedrale von Metz. Die Gruppe blieb kurz stehen, schaute hoch und verlor sich in Fenstern, die mehr erzählten als jedes Lehrbuch. Größe und Licht wirkten nach – und machten still. Weiter ging es zum „Haus der Köpfe“, der Maison des Têtes (Metz). Dort wurde nicht nur geschaut, sondern auch gearbeitet: Gruppen machten Selfies vor den markanten Fassadenfiguren und erfüllten Aufgaben im Vorbeigehen.
Französisch im echten Leben
Der eigentliche Unterricht fand für alle aber zwischen Bäckertheke, Straße und Postschalter statt. Die Schülerinnen und Schüler führten mit Passanten, Verkäufern und anderen zufälligen Begegnungen kurze Interviews auf Französisch: Name, Herkunft, Grund des Besuchs, Lieblingsorte in der Stadt – einfache Fragen, echte Antworten.
Auch das Einkaufen wurde zur Sprachprüfung. Beim Postkartenkauf zeigte sich, wie schnell aus Theorie Praxis wird: Karte wählen, Briefmarke kaufen, Text formulieren, Adresse schreiben, Marke kleben. Danach wanderten die Karten – nach Kontrolle – in den Briefkasten.
Wetter, Panne und Geduld
Am Nachmittag blieb das Wetter unfreundlich, und später kam dann auch noch Bewegung in den Zeitplan: Eine Buspanne verzögerte die Rückfahrt um rund drei Stunden. Der guten Stimmung konnte das nur wenig zusetzen, und so liefen die Gespräche weiter. Später mischte sich dann Müdigkeit mit Gelächter – und irgendwann rollte der Bus dann auch wieder Richtung Heimat.
Fazit: Mehr als nur ein Ausflug
Die Rückmeldung fiel positiv aus. Besonders die Jüngeren sammelten ihre erste echte Alltagserfahrung mit Französisch, während die älteren Schülerinnen und Schüler bereits an frühere Fahrten anknüpfen konnten. Viele wünschten sich eine Wiederholung im nächsten Jahr.
Die Exkursion der Obermayr Europa-Schule Campus Erbenheim zeigt damit vor allem: Sprache passiert nicht nur im Klassenzimmer – sie passiert, wenn man sie benutzt.
Bild – Die Fünf Köpfe an der Maison des Têtes ©2026 MOSSOT – Eigenes Werk, CC BY 3.0



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