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Bilinguale Lehrmethoden

So klappt Lernen in zwei Sprachen

Als „Sachfach“, „Booster“, „Modular“ – auf drei Arten wird auf dem Campus Erbenheim zweisprachiger Unterricht angeboten. So funktionieren sie.

Die Konzepte für den zweisprachigen, den bilingualen Unterricht werden in den Europa-Schulen je nach Altersstufe unterschiedlich angewendet. Auf dem Campus Erbenheim werden drei verschiedene Modelle angewendet:

  • Booster-Konzept: bilingual wiederholender und vertiefender Unterricht
  • modular alternierender Unterricht
  • einsprachiger Sachfachunterricht in englischer Sprache

In der Klasse fünf beginnt der bilinguale Unterricht mit dem Fach Geschichte nach dem Booster-Konzept. Das heißt: Die Inhalte werden im Unterricht zunächst auf Deutsch erklärt – und dann wird dasselbe auf Englisch wiederholt. Auf dem Gymnasium wird schon in der sechsten Klasse das Fach Erdkunde einsprachig auf Englisch unterrichtet. In der siebten Klasse ist es das Fach Politik und Wirtschaft, das einsprachig auf Englisch unterrichtet wird.

In der siebten Klasse der Realschule wird Politik und Wirtschaft modular alternierend unterrichtet, in der achten das Fach Arbeitslehre einsprachig englisch. In der neunten und zehnten Klasse wird dann das Fach Geschichte modular alternierend unterrichtet.

Fach und Sprache Hand in Hand

Das pädagogische Vorgehen läuft auf dem Campus Erbenheim folgendermaßen ab: In schriftlichen Arbeiten werden sprachliche Fehler angemerkt, führen jedoch nicht zu einem Punktabzug für den Schüler. Ausnahmen davon sind Fachausdrücke, die im Unterricht gemeinsam erarbeitet wurden, und Fehler, die das Verständnis stark erschweren oder behindern. Dabei gilt im pädagogischen Alltag stets, dass der Wissenserwerb in diesem Wechselspiel mit dem Fachwissen wichtiger ist als der Spracherwerb. Deshalb ist bei der Formulierung der Sachebene im Unterricht das jeweilige Sprachniveau zu berücksichtigen. Zudem legen unsere Lehrenden darauf Wert, dass bei der inhaltlichen Vermittlung des Wissens immer auch das Prinzip der Veranschaulichung in der Fremdsprache berücksichtigt wird.

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