Kunst – aber kindgerecht
Wie kann Kunst kindgerecht vermittelt werden und wie können Kinder aktiv bei einer Museumsführung einbezogen werden? Diese und weitere Fragen standen am Freitag, den 23. Oktober, im Mittelpunkt des Besuchs der Klasse 11 der Sozialassistenz der Obermayr Business School im Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden.
Kreative Angebote
Im Vorfeld des Besuchs hatte sich die Klasse im Fach „Gestaltung der Lebensumwelt“ mit praktischen Gestaltungsangeboten für Kinder beschäftigt, diese selbständig geplant und durchgeführt. In Vorbereitung auf die bevorstehenden pädagogischen Praktika konnten die Jugendlichen dadurch schon einige Ideen und Erfahrungen in diesem Bereich sammeln. Zum Abschluss des Themas stand nun der Besuch im Museum Reinhard Ernst an.
Museumsrundgang für Kinder
Um zu erfahren, wie Vorschul- und Grundschulgruppen durch das Museum geführt werden, brachte die Leiterin der Gruppenführung, Frau Vitiello, einiges an Material mit, das im Laufe des Rundgangs Verwendung fand.
An der ersten Station gab es ein Kunstwerk aus “Schrott” zu sehen. Aus einer Tasche holte Frau Vitiello dazu zahlreiche Pfeifenreiniger heraus und erklärte, dass Kindergruppen damit aktiv werden und versuchen, ein stehendes Kunstwerk daraus zu bauen.
Im nächsten Raum ging es um die Fantasie der Jugendlichen. Nach einer längeren Betrachtung eines abstrakten Gemäldes sollten die angehenden Sozialassistenzen erklären, was sie damit verbinden, welche Geschichte sie dahinter vermuten und welche Gefühle es in ihnen auslöst.
Kunst mit allen Sinnen
In den nächsten Räumen stand der Einsatz der Sinne im Vordergrund. Die Klasse teilte sich in vier Teams auf und erhielt jeweils eine Geruchsdose. Sie sollten daran riechen und überlegen, zu welchem der Gemälde des Raumes der Duft passt. Bei der anschließenden Präsentation teilten die Teams ihre Ideen – von “blumig”, bis “Reinigungsmittel” und “Aftershave” waren viele interessante Geruchseindrücke dabei, die die Jugendlichen mit den Gemälden des Raumes in Verbindung brachten.
Eine ähnliche Aufgabe erwartete die Klasse im nächsten Raum. Anhand von gezogenen Gegenständen aus einem Beutel mussten sie Verbindungen zu den Gemälden herstellen. Unter anderem mit dabei: eine Schwimmbrille, ein Schwamm und eine Muschel.
Fazit: Kinder einbeziehen
In allen Räumen, die die Klasse während des Rundgangs besucht hatte, stand in der Vermittlung vor allem eins im Vordergrund: die Kinder einzubeziehen – durch Aktivitäten, Aufträge, Sprachanlässe und Kreativität. Es geht darum, ihnen einen niedrigschwelligen Zugang zu Kunst zu vermitteln. Eine Botschaft, die die angehenden Sozialassistenzen mitnehmen und durch das praktische Erproben auch sehr gut verinnerlichen konnten.
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