Historischer Erfolg
Welch ein historischer Erfolg für die Tennis-Schulmannschaft der Obermayr International School! Beim großen Bundesfinale des renommierten Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ in der Hauptstadt setzte sich das hessische Top-Team gegen die starke Konkurrenz aus der gesamten Republik durch und krönte sich nach packenden Matches zum Bundesieger.
Kreisebene, Regionalentscheid, Landesentscheid
Der Weg an die deutsche Schulspitze war steinig und verlangte den jungen Athleten alles ab. Zunächst galt es, sich über drei anspruchsvolle Ebenen – Kreisebene, Regionalentscheid und Landesentscheid – gegen zahlreiche Mitbewerber durchzusetzen. In Berlin angekommen, wurden die Hessen vom Veranstalter prompt auf die topgesetzte Position 1 gehoben. Doch Favoritenrolle hin oder her: Spätestens mit Blick auf das hartnäckige Georg-Büchner-Gymnasium aus Nordrhein-Westfalen war klar, dass hier kein Spaziergang bevorstand.
Vom Auftakt-Coup bis zum Halbfinal-Durchmarsch
Den Auftakt im Achtelfinale machte am ersten Turniertag das Duell gegen das Gymnasium Casimirianum Coburg aus Bayern. Nach klaren Einzelsiegen von Ferdi Feilcke (6:3, 6:0) und Subin Choi (6:1, 6:0) stand am Ende ein souveräner 3:1-Gesamterfolg zu Buche.
Im Viertelfinale gegen das Max-Planck-Gymnasium Trier spielte das Wetter zunächst verrückt: Wegen Regenfällen vom Vortag musste die Partie verkürzt ausgetragen werden. Davon ließen sich die hessischen Schüler jedoch nicht beirren – sie fegten die Rheinländer mit einer makellosen Leistung und einem klaren 4:0-Gesamtergebnis ohne Satzverlust vom Platz.
Im Halbfinale wartete dann der Gastgeber vom Romain-Roland-Gymnasium Berlin. Die Hausherren hatten sich in ihrer Heimatstadt einiges vorgenommen, fanden gegen glänzend aufgelegte Obermayr-Schüler jedoch zu keinem Zeitpunkt ins Spiel. Ferdi Feilcke und Julian Valenthon machten im Einzel kurzen Prozess und gewannen jeweils glatt mit 6:1 und 6:1. Auch in den Doppeln behielten die Hessen die Oberhand, sodass am Ende ein deutlicher 4:0-Erfolg den Einzug ins große Finale besiegelte.
Das dramatische Finale auf dem Centre Court
Am Freitag war es schließlich so weit: Im Endspiel kam es zum mit Spannung erwarteten Showdown mit dem Georg-Büchner-Gymnasium aus NRW. Alle Finalpartien wurden nacheinander auf dem offiziellen Centre Court ausgetragen und live auf YouTube gestreamt – Gänsehaut-Atmosphäre garantiert!
Den perfekten Start erwischte Liam Lüders als Nummer 2. Er wurde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht, ließ seinem Kontrahenten keine Chance und siegte eindrucksvoll mit 6:1 und 6:0, was auch für die wichtige Satz- und Spielbilanz ein riesiger Puffer war.
Danach betrat Spitzenspieler Ivaylo Pentchev (NRW) den Platz, der an diesem Tag in absoluter Topform agierte. Auf hessischer Seite hielt die Nummer 1, Ferdi Feilcke, dagegen, der bis zu diesem Zeitpunkt im Turnier ungeschlagen war. Es entwickelte sich ein hochklassiger und packender Schlagabtausch: Ferdi holte sich Satz eins mit 7:5, ehe Ivaylo im zweiten Durchgang mit demselben Ergebnis konterte. Die Entscheidung musste im dramatischen Match-Tiebreak fallen, den der NRW-Spitzenspieler denkbar knapp mit 10:8 für sich entschied.
Die Taktik geht auf: Jubel über den Bundessieg
Vor den abschließenden Doppeln war die Ausgangslage klar: Ein starkes Doppel musste her, um den Gesamtsieg perfekt zu machen. Das Betreuerteam Marc Rindert und Andi Cipu zog ein taktisches Ass aus dem Ärmel und stellte Liam Lüders gemeinsam mit Subin Choi an Position 2 auf. Der Plan ging voll auf: Nach einem anfänglichen Rückstand im ersten Satz (3:4) platzte der Knoten und die Jungs drehten mächtig auf. Mit einem starken 6:4 und 6:1 holten sie den so wichtigen und entscheidenden Punkt.
Zwar ging das anschließende Doppel 1 klar an die Gäste aus Nordrhein-Westfalen (6:1, 6:0), doch das reichte den Kölnern nicht mehr: Dank der herausragenden Vorarbeit blieben die Hessen in der Gesamtabrechnung knapp vorne.
Mit einem Endergebnis von 2:2 Spielen und einer leicht besseren Satzbilanz von 5:4 ging der begehrte Meistertitel des Bundesfinales schließlich verdient nach Hessen an die Obermayr International School. Zum historischen Erfolg zog das Betreuerteam ein überglückliches Fazit: „Wir sind unseren Jugendspielern unglaublich dankbar für ihre Disziplin, ihren herausragenden Fokus und ihren starken Teamgeist während unseres gesamten Aufenthalts in Berlin. Dieses Team hat Außergewöhnliches geleistet, und wir sind stolz darauf, den Meistertitel nach Hessen und vor allem an die Obermayr International School geholt zu haben.“


Foto links: Nach dem Sieg: Subin und Ferdi
Foto rechts: Die glücklichen Betreuer: Andi Cipu und Marc Rindert
Titelbild/Gruppenfoto:
hintere Reihe v.l.n.r.: Kyrill Kratzer, Liam Lüders, Ferdi Feilcke, Max Neumann
vordere Reihe v.l.n.r.: Marc Rindert, Subin Choi, Alessio Kaiser, Philip Ji, Julian Valenthon, Andi Cipu
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